BIW Vorrichtungsengineering und Fertigung

BIW Vorrichtungsengineering und Fertigung

 

BIW-Vorrichtungsengineering und Fertigung

Vorrichtungen bilden die Grundlage einer präzisen Karosseriemontage im Body-in-White (BIW). Sie schaffen die Verbindung zwischen Produktgeometrie und Fertigungsprozess und gewährleisten die reproduzierbare Positionierung, Montage und Prüfung von Karosseriebauteilen innerhalb definierter Maß- und Lagetoleranzen.

APQ entwickelt und fertigt komplette BIW-Vorrichtungssysteme für die Automobilindustrie. Unser Leistungsumfang umfasst sowohl die konstruktive Entwicklung als auch die Fertigung, Montage und Inbetriebnahme von Vorrichtungen für moderne Karosseriebauanlagen. Mit mehr als zwanzig Jahren Projekterfahrung entstehen Lösungen, die auf Präzision, Prozesssicherheit und langfristige Produktionsstabilität ausgelegt sind.


Leistungsumfang der BIW-Vorrichtungssysteme

Unser Engineering- und Fertigungsportfolio umfasst sämtliche wesentlichen Vorrichtungssysteme für den Karosseriebau:

  • Geo-Vorrichtungen – Referenzvorrichtungen zur Festlegung der geometrischen Basis von BIW-Baugruppen
  • Re-Spot-Vorrichtungen – Vorrichtungen für Nachschweißprozesse und strukturelle Komplettierung
  • Framing-Vorrichtungen – Großvorrichtungen zur Definition der endgültigen Karosseriegeometrie
  • Marriage-Stationen – Systeme zur präzisen Verbindung der Hauptkarosseriebaugruppen
  • Prüfvorrichtungen (Checking Fixtures) – Mess- und Prüfsysteme zur geometrischen Qualitätsabsicherung

Die Systeme kommen in sämtlichen Bereichen des BIW-Karosseriebaus zum Einsatz:

  • Vorder- und Hinterwagenstrukturen
  • Seitenwandbaugruppen
  • Dachstrukturen
  • Bodengruppen
  • Schließteile
  • Strukturbaugruppen
  • Framing- und Integrationsstationen

Jede Vorrichtung wird entsprechend den jeweiligen Produkt-, Prozess- und Qualitätsanforderungen ausgelegt und für manuelle, teilautomatisierte oder vollautomatisierte Fertigungssysteme entwickelt.


Integriertes Engineering und Fertigung

Ein wesentlicher Vorteil von APQ liegt in der Kombination von Konstruktion, Fertigung und Projektumsetzung innerhalb einer durchgängigen Engineering-Organisation.

Dadurch wird eine lückenlose Abstimmung zwischen

  • Produkt- und Prozessanforderungen,
  • Vorrichtungskonstruktion,
  • fertigungstechnischer Umsetzbarkeit,
  • Montage- und Inbetriebnahmekonzepten sowie
  • den Anforderungen des späteren Serienbetriebs

sichergestellt.

Alle Vorrichtungssysteme werden nicht nur konstruiert, sondern auch gefertigt, montiert und validiert. Dadurch bleibt die Übereinstimmung zwischen digitaler Entwicklung und realer Umsetzung während des gesamten Projektverlaufs erhalten.


Engineering auf Basis praktischer Produktionserfahrung

Die Entwicklung unserer Vorrichtungssysteme basiert auf langjähriger Erfahrung aus realen BIW-Produktionsumgebungen.

Bereits während der Konstruktion werden wesentliche Produktionsanforderungen berücksichtigt:

  • Roboterzugänglichkeit und Erreichbarkeit
  • Taktzeit- und Prozessanforderungen
  • Wartungs- und Servicefreundlichkeit
  • Steifigkeit und Verformungsverhalten der Vorrichtung
  • Anlagenverfügbarkeit und Betriebssicherheit

Auf diese Weise entstehen Vorrichtungssysteme, die neben hoher Maßgenauigkeit auch eine wirtschaftliche und stabile Serienproduktion unterstützen.


Digitales Engineering und virtuelle Validierung

Die Entwicklung sämtlicher Vorrichtungssysteme erfolgt auf modernen digitalen Engineering-Plattformen wie CATIA und DELMIA.

Der digitale Entwicklungsprozess umfasst unter anderem:

  • 3D-Konstruktion und Digital Mock-Up (DMU)
  • Definition und Validierung des Reference Point Systems (RPS)
  • GD&T-basierte Toleranzanalyse
  • Prozess- und Montagesimulation
  • Erreichbarkeits- und Zugänglichkeitsanalysen
  • Toleranzkettenberechnung

Durch die virtuelle Absicherung werden Maßhaltigkeit, Montagefähigkeit und Prozesssicherheit bereits vor Fertigungsbeginn überprüft.


Fertigung und Qualitätsmanagement

Die Fertigung erfolgt unter kontrollierten Qualitätsprozessen mit hochpräzisen Bearbeitungs- und Montageverfahren.

Zum Qualitätsumfang gehören:

  • Präzisionsbearbeitung und Montage
  • Dimensionelle Prüfung und messtechnische Validierung
  • Funktionsprüfung
  • Vorabnahme (Buy-Off)

Jedes Vorrichtungssystem wird vor der Auslieferung anhand der freigegebenen Konstruktionsdaten sowie der projektspezifischen Qualitätsanforderungen vollständig geprüft.


Projektabwicklung über den gesamten Lebenszyklus

APQ begleitet BIW-Vorrichtungsprojekte über sämtliche Projektphasen hinweg:

  • Konzeptentwicklung
  • Detailkonstruktion (3D)
  • Digitale Validierung
  • Fertigung
  • Montage
  • Installation
  • Inbetriebnahme
  • Tryout
  • Produktionsunterstützung und Prozessoptimierung

Während der Inbetriebnahme- und Tryout-Phase erfolgt die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden zur Erreichung der geforderten Maßhaltigkeit, Prozessfähigkeitskennwerte (CP/CPK) sowie der spezifizierten Taktzeiten.


Vorrichtungssysteme für eine stabile Serienproduktion

Unsere BIW-Vorrichtungssysteme werden mit dem Ziel entwickelt, eine dauerhaft stabile und wirtschaftliche Serienfertigung sicherzustellen.

Im Mittelpunkt stehen:

  • reproduzierbare Maßhaltigkeit
  • stabile und wiederholgenaue Montageprozesse
  • Reduzierung von Ausschuss und Nacharbeit
  • hohe Anlagenverfügbarkeit
  • gleichbleibend hohe Fahrzeugqualität

Durch die Verbindung von Engineering-Kompetenz, präziser Fertigung und fundierter Produktionserfahrung liefert APQ BIW-Vorrichtungssysteme, die den Anforderungen moderner Automobilwerke über den gesamten Produktlebenszyklus gerecht werden.